Glossar

Außentemperatur Außenlufttemperatur, die aufgrund meteorologischer Messungen und Auswertungen
für die Berechnung verwendet wird.


Ausnutzungsgrad Faktor, der die gesamten monatlichen oder jahreszeitlichen Wärmequellen
reduziert, um den nutzbaren Teil der Wärmequellen festzustellen.


Bilanzinnentemperatur Mittlere Innentemperatur eines Gebäudes bzw. einer Zone unter Berücksichtigung
von räumlich oder zeitlich eingeschränktem Heizbetrieb und im Falle der Kühlbedarfsermittlung
unter Berücksichtigung von zugelassenen Temperaturschwankungen, die der
Ermittlung des Heizwärme- und Kühlbedarfs zugrundegelegt wird. In der Regel werden unterschiedliche
Werte für den Heiz- und den Kühlbetrieb angesetzt.


Bilanzzeitraum Zeitraum für die Bilanzierung der relevanten Energieströme für ein Gebäude.
Zur Berechnung des End- und Primärenergiebedarf ist der Bilanzzeitraum ein Jahr, bei der Berechnung
von Teilenergiekennwerten kann er einen Monat oder einen Tag umfassen.


Bruttovolumen (Ve), externes Volumen Anhand von Außenmaßen ermitteltes Volumen eines
Gebäudes oder einer Gebäudezone. Dieses Volumen schließt mindestens alle Räume des
Gebäudes oder der Zone ein, die direkt oder indirekt durch Raumverbund bestimmungsgemäß
konditioniert werden.


Endenergiebedarf berechnete Energiemenge, die der Anlagentechnik (Heizungsanlage, raumlufttechnische
Anlage, Warmwasserbereitungsanlage, Beleuchtungsanlage) zur Verfügung gestellt
wird, um die festgelegte Rauminnentemperatur, die Erwärmung des Warmwassers und die
gewünschte Beleuchtungsqualität über das ganze Jahr sicherzustellen. Diese Energiemenge bezieht
die für den Betrieb der Anlagentechnik benötigte Hilfsenergie ein. Die Endenergie wird an
der Schnittstelle Gebäudehülle übergeben und stellt somit die Energiemenge dar, die der Verbraucher
für eine bestimmungsgemäße Nutzung unter normativen Randbedingungen benötigt.
Der Endenergiebedarf wird vor diesem Hintergrund nach verwendeten Energieträgern angegeben.


Energieeffizienz Ergebnis des Vergleichs von entweder Bedarfswerten mit einem Referenzbedarfswert
oder von Verbrauchswerten mit zugeschnittenen Benchmark


Energieinhalt Wärmemenge, die bei einer vollen Verbrennung unter einem konstanten Druck
von 101 320 Pa aus einer Menge eines Brennstoffes gewonnen werden kann. Der Brennwert
enthält die bei der Wasserdampfkondensation entstehende Wärmemenge. Der Heizwert umfasst
diese latente Wärme nicht.


Energieträger Substanz oder Phänomen, das verwendet werden kann, um mechanische Arbeit,
Strahlung oder Wärme zu erzeugen oder chemische bzw. physikalische Prozesse ablaufen
zu lassen (siehe ISO 13600)


Erdgas Die in der Energiebilanz in Kubikmeter verbuchten Erdgasmengen wurden auf die einheitliche
Menge des Normkubikmeters umgerechnet, dem ein Brennwert (Ho) von 35.169 kJ/m3
zugrunde liegt. Die Umrechnung in die Joulebilanz erfolgt mit dem Heizwert (Hu) von 31.736
kJ/m3. Soweit Flüssiggas-Luft-Gemische aus Gas-Luft-Mischanlagen in Erdgasnetze eingespeist
werden, für die ein eigener Nachweis des Endenergieverbrauchs nicht möglich ist, werden diese
Mengen als Umwandlungsausstoß von Sonstigen Energieerzeugern in die Erdgasspalte eingeführt
und dort als Endenergieverbrauch verbucht.


erneuerbare Energie Energie aus Quellen, die nicht im Laufe der Existenz der Menschheit
verbraucht werden, z. B. die Solarenergie (thermisch, photovoltaisch, beleuchtungstechnisch),
Wind-, Wasser-, Biomasseenergie.


Fernwärme Fernwärme ist die von Heizkraftwerken oder Heizwerken erzeugte und über Rohrleitungen
in Form von Dampf, Kondensat oder Heißwasser an Dritte abgegebene Wärme.
Nahwärme in diesem Sinne ist auch Fernwärme mit kurzen Transportwegen. Der Brennstoffeinsatz
zur Fernwärmeerzeugung in Anlagen zur Eigenbedarfsdeckung wird bei den entsprechenden
Endenergiesektoren verbucht. Das betrifft vor allem Industriewärmekraftwerke, bei denen
der Brennstoffeinsatz zur Stromerzeugung im Umwandlungsbereich, der zur Wärmerzeugung im
Endenergieverbrauch im entsprechenden Wirtschaftszweig ausgewiesen wird.


Geothermie (Erdwärme) Bei der Geothermie wird die im Erdinneren entstehende und gespeicherte
Wärmeenergie als Energiequelle genutzt. Bei den geothermischen Vorkommen in
Deutschland handelt es sich um Thermalwasser mit Temperaturen zwischen 40 und 100 Grad
Celsius, das aus tiefliegenden Erdschichten entnommen wird. Grundsätzlich kann das heisse
Wasser zu Heizzwecken , je nach Wasserqualität auch direkt für Bäder und Gewächshäuser ,
sowie Dampf bei ausreichenden hohen Temperaturen zur Stromerzeugung eingesetzt werden.
Niedrig temperierte Vorkommen werden über Wärmepumpen erschlossen.


Heizkraftwerke der allgemeinen Versorgung (nur KWK) In einem Heizkraftwerk der allgemeinen
Versorgung erfolgt die Erzeugung von Strom und Wärme in der Regel in Kraft-Wärme-
Kopplung (KWK). In der entsprechenden Zeile der Energiebilanz wird als Umwandlungseinsatz
der Brennstoffverbrauch zur Strom- und Fernwärmeerzeugung ausschließlich im KWK-Prozess
verbucht, als Umwandlungsausstoß ausschließlich die Erzeugung von Strom und Wärme im
KWK-Prozess.


Hilfsenergie Energie, die von Heizungs-, Kühl-, Trinkwarmwasser-, Raumluft- (einschließlich
Lüftungs-) und Beleuchtungssystemen verwendet wird, um die zugeführte Energie und Nutzenergie
umzuwandeln. Dies schließt Energie für Pumpen, Ventilatoren, Regelung, Elektronik usw.,
nicht aber die umgewandelte Energie, ein.


Hüllfläche bzw. wärmeübertragende Umfassungsfläche beschreibt die äußere Begrenzung
jeder Zone Sie ist die Grenze zwischen konditionierten Räumen und der Außenluft, dem Erdreich
oder nicht konditionierten Räumen. Über diese Fläche verliert oder gewinnt der gekühlte/beheizte
Raum Wärme, daher auch wärmeübertragende Umfassungsfläche. Auch nicht beheizte/gekühlte,
sondern anderweitig konditionierte Zonen (beleuchtet, belüftet) weisen Hüllflächen auf, bei denen
jedoch keine Wärmeübertragung erfolgt. Vereinfachend werden die Benennungen Hüllfläche und
wärmeübertragende Umfassungsfläche parallel verwendet. Die Hüllfläche bzw. wärmeübertragende
Umfassungsfläche wird durch eine stoffliche Grenze gebildet, üblicherweise durch Außenfassade,
Innenflächen, Kellerdecke, oberste Geschossdecke oder Dach.


Konditionierung Heizung, Kühlung, Be- und Endlüftung, Befeuchtung, Beleuchtung und Trinkwarmwasserversorgung
eines Gebäudes bzw. der darin enthaltenen Zonen.


Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) Kraft-Wärme-Kopplung ist die gleichzeitige Umwandlung von
eingesetzter Energie in elektrische Energie und in Nutzwärme in einer ortsfesten technischen
Anlage. KWK Anlagen sind Dampfturbinen- Anlagen (Gegendruckanlagen, Entnahme- und Anzapfkondensationsanlagen),
Gasturbinen- Anlagen (mit Abhitzekessel oder mit Abhitzekessel
und Dampfturbinen-Anlage), Verbrennungsmotoren- Anlagen, Stirling-Motoren, Dampfmotoren-
Anlagen, ORC (Organic Rankine Cycle) Anlagen sowie Brennstoffzellen-Anlagen, in denen Strom
und Nutzwärme erzeugt werden.


Luftwechsel Luftvolumenstrom je Volumeneinheit


Nettogrundfläche, Bezugsfläche Im konditionierten Gebäudevolumen zur Verfügung stehende
nutzbare Fläche. Als Bezugsfläche wird die Nettogrundfläche (ANGF) verwendet.


Nettoraumvolumen, Luftvolumen V (Nettovolumen, Innenvolumen) Volumen einer konditionierten
Zone bzw. eines gesamten Gebäudes, das dem Luftaustausch unterliegt Das Nettoraumvolumen
bestimmt sich anhand der inneren Abmessungen und schließt so das Volumen der
Gebäudekonstruktion aus. Es wird aus der entsprechenden Nettogrundfläche durch Multiplikation
mit der lichten Raumhöhe ermittelt. Die lichte Geschosshöhe ist die Höhendifferenz zwischen
der Oberkante des Fußbodens bis zur Unterkante der Geschossdecke bzw. einer abgehängten
Decke. Vereinfacht, d. h. wenn z. B. kein inneres Aufmaß gemacht wird, wird es aus dem Bruttovolumen
(externes Volumen) mit V = 0,8  Ve bestimmt.


Nutzenergiebedarf Oberbegriff für Nutzwärmebedarf, Nutzkältebedarf, Nutzenergiebedarf für
Trinkwarmwasser, Beleuchtung, Befeuchtung


Nutzwärmebedarf (Heizwärmebedarf) rechnerisch ermittelter Wärmebedarf, der zur Aufrechterhaltung
der festgelegten thermischen Raumkonditionen innerhalb einer Gebäudezone während
der Heizzeit benötigt wird


Nutzkältebedarf (Kühlbedarf) rechnerisch ermittelter Kühlbedarf, der zur Aufrechterhaltung
der festgelegten thermischen Raumkonditionen innerhalb einer Gebäudezone benötigt wird, in
Zeiten, in denen die Wärmequellen eine höhere Energiemenge anbieten als benötigt wird


Nutzenergiebedarf der Beleuchtung rechnerisch ermittelter Energiebedarf, der sich ergibt,
wenn die Gebäudezone mit der im Nutzungsprofil festgelegten Beleuchtungsqualität beleuchtet
wird


Nutzenergiebedarf für Trinkwasser rechnerisch ermittelter Energiebedarf, der sich ergibt,
wenn die Gebäudezone mit der im Nutzungsprofil festgelegten Menge an Trinkwarmwasser entsprechender
Zulauftemperatur versorgt wird.


Photovoltaik Unter Photovoltaik versteht man die Technik der direkten Umwandlung von Lichtenergie
in elektrische Energie. Als Energiewandler werden Solarzellen verwendet. Daten zur
Stromerzeugung aus Photovoltaik liegen für Stromerzeugungsanlagen der allgemeinen Versorgung
und der Industrie sowie in Höhe der Einspeisung in das Netz der allgemeinen Versorgung
vor. Die Bewertung der Photovoltaik erfolgt in der Primärenergiebilanz und beim Umwandlungseinsatz
nach der Wirkungsgradmethode.


Primärenergiebedarf berechnete Energiemenge, die zusätzlich zum Energieinhalt des notwendigen
Brennstoffs und der Hilfsenergien für die Anlagentechnik auch die Energiemengen
einbezieht, die durch vorgelagerte Prozessketten außerhalb des Gebäudes bei der Gewinnung,
Umwandlung und Verteilung der jeweils eingesetzten Brennstoffe entstehen.


Primärenergieträger Hierbei handelt es sich um Energieträger, die keiner Umwandlung unterworfen
wurden. Dies sind Stein- und Braunkohlen (roh), Hartbraunkohle, Erdöl, Erdgas und
Erdölgas, Grubengas sowie die Erneuerbaren Energieträger. Daneben werden die Kernenergie,
die Abfälle sowie die Anderen Energieträger als Primärenergieträger behandelt.


Raum-Solltemperatur Je nach Nutzungsprofil vorgegebene empfundene Temperatur im Innern
eines Gebäudes bzw. einer Zone, die den Sollwert der Raumtemperatur bei Heiz- bzw.
Kühlbetrieb repräsentiert. In der Regel sind unterschiedliche Werte für den Heiz- und den Kühlbetrieb
vorgesehen.


Sekundärenergieträger Sekundärenergieträger sind Energieträger, die aus der Umwandlung
von Primärenergieträgern entstehen. Dies sind alle Stein- und Braunkohlenprodukte sowie Mineralölprodukte,
Gichtgas, Konvertergas, Kokerei-/Stadtgas, Strom und Fernwärme.


Solarenergie Nutzung der Sonnenenergie durch Photovoltaik und Solarthermie.


Solarthermie Bezeichnet die Umwandlung von Sonneneinstrahlung in direkt nutzbare Wärme.
Die Einsatzbereiche thermischer Solaranlagen sind die Erwärmung von Brauchwasser und die
Raumheizung. Amtliche statistische Basisdaten liegen nicht vor. Um ein möglichst vollständiges
Bild des Einsatzes der Erneuerbaren Energieträger zu erhalten, wurde unter Nutzung aller
zugänglichen Informationsquellen eine Methode entwickelt, Angaben für die Energiebilanz zur
Verfügung zu stellen.


Systemgrenze beschreibt die äußere Begrenzung einer Zone.


Teilschulderlass Zusätzlicher Bonus/Zuschuss aus i. d. R. öffentlichen Mitteln, der auf ein valutierendes
zweckgebundenes Darlehen bei Erreichen eines definierten Ziels als Sondertilgung
zu einem festgelegten Zeitpunkt gutgeschrieben wird. Die Beantragung des Teilschulderlasses
erfolgt parallel mit dem Darlehensantrag. (Quelle: KfW)


Technische Gewerke Versorgungseinrichtungen eines Gebäudes Es wird unterschieden in die
Gewerke: Heizung, Trinkwarmwasserbereitung, Lüftung, Kühlung und Beleuchtung. Zu einem
technischen Gewerk können mehrere Versorgungssysteme zählen. Das Gewerk Trinkwarmwasserbereitung
umfasst beispielsweise sowohl die zentralen als auch die dezentralen Versorgungssysteme.
Jedes technische Gewerk erhält in der Bilanz entsprechende Bilanzanteile.


Tilgung Rückzahlung eines Darlehens. Die Tilgung von KfW-Darlehen erfolgt entweder in
gleich hohen Halbjahresraten, in einer Summe am Ende der Laufzeit (endfälliges Darlehen) oder
annuitätisch . (Quelle: KfW)


Tilgungsfreie Anlaufjahre Zeit, in der ein Darlehen zwar verzinst, aber noch nicht getilgt wird.
Das schont die Liquidität des Kreditnehmers in der Anlaufphase der Investition. (Quelle: KfW)


Tilgungszuschuss Zusätzlicher Bonus/Zuschuss aus i. d. R. öffentlichen Mitteln, der auf ein
valutierendes zweckgebundenes Darlehen bei Erreichen eines definierten Ziels als Sondertilgung
zu einem festgelegten Zeitpunkt gutgeschrieben wird. Die Beantragung des Tilgungszuschusses
erfolgt parallel mit dem Darlehensantrag. Siehe auch Teilschulderlass. (Quelle: KfW)


Transmissionswärmeverlust Mit dem Transmissionswärmeverlust wird die energetische Qualität
der thermischen Hülle (Isolierung von Dach, Aussenwänden, Fenstern und Boden) eines
Gebäudes beschrieben. Für jedes Wohngebäude ist -abhängig von der Umfassungsfläche (A)
und dem Volumen des Gebäudes- ein zulässiger Höchstwert nach Tabelle 1 des Anhanges 1 der
Energieeinsparverordnung (EnEV) in der aktuellen Fassung vorgegeben. (Quelle: KfW)


Umgebungswärme Wärme, die durch Wärmepumpen mit Hilfe elektrischer Energie oder Erdgas
der Umgebungsluft oder dem Erdreich entzogen wird. Zurzeit wird nur die mit elektrisch betriebenen
Wärmepumpen gewonnene Umgebungswärme in den Länderbilanzen ausgewiesen.
Die Umgebungswärme gehört zu den Erneuerbaren Energieträgern.


Umrechnungsfaktor Um die in den spezifischen Einheiten (Tonnen, Kubikmeter, Kilowattstunden
und Joule) ausgewiesenen Energieträger vergleichbar und additionsfähig zu machen, müssen
diese auf einen einheitlichen Nenner gebracht werden. Die Umrechnung der einzelnen Ener-
gieträger erfolgt auf der Grundlage ihrer unteren Heizwerte (Hu). Bei einigen Energieträgern, z.
B. bei Steinkohlen und Braunkohlen, ändern sich die Heizwerte je nach Qualität und Herkunft. In
diesen Fällen sind jährliche Anpassungen der Heizwerte notwendig, die von der Arbeitsgemeinschaft
Energiebilanzen vorgenommen werden.


Verluste der Anlagentechnik Verluste (Wärmeabgabe, Kälteabgabe) in den technischen Prozessschritten
zwischen dem Nutzenergiebedarf und dem Endenergiebedarf, d. h. bei der Übergabe,
der Verteilung, der Speicherung und der Erzeugung. Die Verluste der Anlagentechnik zählen,
sofern sie im konditionierten Raum auftritt, zu den Wärmequellen oder Wärmesenken.


Versorgungsbereich Bereich, der die Gebäudeteile umfasst, die von der gleichen Technik versorgt
werden. Ein Versorgungsbereich (Heizung, Warmwasser, Lüftung, Kühlung, Beleuchtung
usw.) kann sich über mehrere Zonen erstrecken, eine Zone kann auch mehrere Versorgungsbereiche
umfassen. Entsprechend der Rechenregeln der einzelnen Bilanzteile kann es erforderlich
sein, den Energiebedarf für einen Versorgungsbereich zu ermitteln. Die für den Versorgungsbereich
ermittelten Energiekennwerte werden entsprechend den Regeln auf die Zonen des Gebäudes
aufgeteilt.


Wärmepumpen Wärmepumpen sind Anlagen, die Luft, Wasser oder Erdreich Wärme (Umgebungswärme)
entziehen, diese auf ein höheres Temperaturniveau bringen und damit zu Heizzwecken
und Warmwasserbereitung nutzbar machen. Erdwärmepumpen wandeln die Wärme
aus dem Erdreich in Heizungs- und Brauchwasserwärme um. Die dazu notwendige Bohrung
führt bis zu 150 m tief ins Erdreich. Luftwärmepumpen wandeln die Wärme aus der Umgebungsluft
in Heizungs- und Brauchwasserwärme um. Die abgegebene Wärmemenge wird aus ca. 1/3
elektrischer Energie und 2/3 Umgebungswärme gewonnen.


Wärmequelle Wärmemengen mit Temperaturen über der Innentemperatur, die der Gebäudezone
zugeführt werden oder innerhalb der Gebäudezone entstehen. Nicht einbezogen sind die
Wärmeeinträge, die geregelt über die Anlage (Heizung, Lüftung) zugeführt werden, um die Innentemperatur
aufrecht zu erhalten.

 

Wärmesenke Wärmemenge, die der Gebäudezone entzogen wird. Nicht einbezogen ist die
Abfuhr von Wärme über das Kühlsystem.

 

Wirkungsgrad Der Wirkungsgrad eines Prozesses ist der Quotient aus der Summe der nutzbar
abgegebenen Energien (z.B. Strom und Wärme) und der Summe der zugeführten Energien in
einer Messzeit.


Wirkungsgradmethode Mit dem Bilanzjahr 1995 werden der Stromaußenhandel sowie die
Energieträger, für die es keinen einheitlichen Umrechnungsmaßstab wie den Heizwert gibt, in
Abkehr von der bis dahin verwendeten Substitutionsmethode und in Angleichung an internationale
Konventionen mit der Wirkungsgradmethode bewertet. Hierbei wird der Bewertung der Kernenergie
ein als repräsentativ erachteter physikalischer Wirkungsgrad bei der Energieumwandlung
von 33 % zugrunde gelegt. Bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft, Windkraft und Solarenergie
wird der jeweilige Energieeinsatz dem Heizwert des erzeugten Stromes gleichgesetzt. Das
entspricht einem Wirkungsgrad von 100 %.

 

Zone, konditionierte und nicht konditionierte Räume umfasst den Grundflächenanteil bzw.
die Räume eines Gebäudes, der/die durch einheitliche Nutzungsrandbedingungen (Temperatur,
Belüftung, Beleuchtung) gekennzeichnet ist bzw. sind ANMERKUNG Die Nutzungsrandbedingungen
sind in DIN V 18599-10 zusammengestellt. Eine Zone weist mindestens eine Art der Konditionierung
(Heizung, Kühlung, Be- und Entlüftung, Befeuchtung, Beleuchtung und Trinkwarmwasserversorgung)
auf. Für jede konditionierte Zone wird, sofern sie beheizt und/oder gekühlt
wird, der Nutzenergiebedarf für Heizung und Kühlung nach DIN V 18599-2 getrennt bestimmt.
Eine Zone kann alle Arten der Konditionierung (Heizung, Kühlung, Belüftung, Befeuchtung, Beleuchtung)
oder auch nur eine einzelne Konditionierung (z. B. Beleuchtung) aufweisen. Räume,
die mindestens eine Konditionierung aufweisen, sind konditionierte Räume. Eine Zone, die mindestens
eine Konditionierung aufweist , ist eine konditionierte Zone. Bereiche eines Gebäudes,
die keine Konditionierung aufweisen, werden als nicht konditionierte Räume bzw. allgemein als
nicht konditioniert zusammengefasst.
* Die vorgenannten Begriffsdefinitionen sind zum Teil der DIN V 18599 entnommen

 
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